shutterstock_1614793330-scaled-1200x500

Die Bitumenemulsionsindustrie hat den Carbon Footprint ihrer Produkte ermittelt

 

Wien – Straßen als Lebensadern der Wirtschaft und der individuellen Mobilität müssen regelmäßig instandgehalten werden. Rechtzeitige verantwortungsbewusste Straßenerhaltung bringt neben der Substanzverbesserung von Straßen und Wegen vor allem griffigere Straßenbeläge und damit eine wesentliche Erhöhung der Verkehrssicherheit. Bewährt haben sich Bitumenemulsionen in Form von Oberflächenbehandlungen und kalten Dünnschichtdecken, die vor Eindringen von Feuchtigkeit in die Asphalttragschichten schützen. Diese sind nicht nur wirtschaftlich vorteilhaft, sondern benötigen nur einen Bruchteil der Energie herkömmlicher Sanierungssysteme.

„Im Sinne des Green Deals….
und weil wir den Wunsch hegen, uns laufend zu verbessern, haben wir die CO2 Bilanz unserer Produkte erheben lassen“, erklärt Wolfgang Eybl, neu gewählter Obmann der Berufsgruppe Bitumenemulsionen im Fachverband der Chemischen Industrie. Anhand einer Lebenszyklusanalyse wurden folgende Bereiche analysiert: die Bereitstellung der Materialien, die Lagerung, die Produktion, der Transport, die Baustelle und die Herstellung der Maschinen. Dabei wurden für alle vier Produktgruppen der Branche – einfache und doppelte Oberflächenbehandlung, Dünnschichtdecke und Versiegelung – die Treibhausgasemissionen von Johanneum Research ermittelt.

Dabei zeigte sich, dass der Carbon Footprint der einfachen Oberflächenbehandlung 1,2 t CO2-Äquivalente pro 1000m2, der doppelten 1,9 t, der Dünnschichtdecke 1 t und der Versiegelung 0,9 t beträgt. Anders ausgedrückt: Die Renovierung von ca. 200m Gemeindestraße mittels Dünnschichtdecke entspricht etwa den jährlichen Treibhausgasemissionen von 0,13 Österreichern.

„Die Analyse des Carbon Footprints gibt uns nicht nur einen Richtwert, wo wir aktuell stehen, sondern zeigt uns auch auf, in welchen Bereichen eine Einsparung an Treibhausgasemissionen besonders effizient wäre“, so Wolfgang Eybl.

Den höchsten Beitrag zum ökologischen Fußabdruck bei allen Oberflächenbelägen leistet der Materialeinsatz – allen voran die Herstellung des Rohstoffes Bitumen, an zweiter Stelle rangiert der Transport zur Baustelle.

Über die Bitumenemulsionsindustrie
Die Bitumenemulsionsindustrie zur Herstellung von Oberflächenbelägen aus Bitumenemulsionen (OB) sowie Dünnschichtdecken in Kaltbauweise und Versiegelungen hat eine fast hundertjährige Tradition in Österreich. Ihr Ziel ist eine wirtschaftliche und ökologische Straßenerhaltung. Sechs Unternehmen produzieren an sieben Standorten in Österreich Bitumenemulsionen im Wert von ca. 60 Mio. Euro.

Pressemitteilung des FCIO vom 30.09.2021
Bild: (c) KYNA STUDIO / Shutterstock.com